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Unsere Kirche beruft sich auf die Alte, ungeteilte Kirche (vor 1054) und ist in Ihrer Struktur und Glaubenslehre nicht museal oder restaurativ, sondern ist stets bemüht sich in der Verkündigung der sich wandelnden Zeit zu stellen und die Vorschriften im Licht des Evangeliums immer wieder anzupassen. Vieles, was in der ungeteilten, alten Kirche Praxis war (keine Ohrenbeichte, kein Priesterzölibat, es gab auch eine Wiederverheiratung, ....), finden Sie auch bei uns. Doch das Rad der Geschichte hat sich weitergedreht und vieles, was im mittelalterlichen Weltbild als von Gott gegeben angesehen wurde, sind für uns heute Ausformungen der Kultur, die einer Veränderung bedürfen; Daher gibt es bei uns auch Priesterinnen. Die Sexualität wird als Geschenk Gottes und eine Quelle der Freude gesehen, mit der wir Menschen verantwortungsvoll umzugehen haben; Voreheliche Beziehungen unterliegen keinem Verbot; Das Verwenden von Kondomen ist eine Selbstverständlichkeit. Mann und Frau entscheiden über ihre Elternschaft und die Anzahl ihrer Kinder; Auch wird niemand wegen seiner sexuellen Neigung (gleichgeschlechtliche Partnerschaft) aus der Kirche ausgegrenzt. Der Bischof wird von den Priestern und von Gläubigen aus den Gemeinden gewählt. Die Leitung der Kirche erfolgt synodal (mit der Demokratie vergleichbar). Aus dem, was Sie soeben gelesen haben, können Sie entnehmen, dass wir keine rückwärts gewandte Kirche sind, sondern mit beiden Beinen in der Gegenwart stehen. Dies aufzuzeigen und in die Öffentlichkeit zu bringen ist die Aufgabe aller Kirchenmitglieder, meine Herzensangelegenheit und nicht auf Bischof, Priester und Kirchenvorstand beschränkt.
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